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WITHOUTme ein nachhaltiges System?

Ein Interview mit Tim Prescher über seine Masterarbeit am Fraunhofer Institut.

 Tim Prescher (Fraunhofer Institut) Tim Prescher (Fraunhofer Institut)

Hallo Tim, Stell Dich einmal bitte kurz vor : 

Ich bin Tim, werde in ein paar Tagen 26 (wenn der Beitrag rauskommt bin ich das dann wahrscheinlich). Ich komme aus Troisdorf und wohne auch noch da (liegt ungefähr zwischen Köln und Bonn). Aktuell bin ich noch Student. In der Freizeit spiele ich gerne Basketball (das mache ich schon seit ich 7 Jahre alt bin im Verein), treff mich gerne mit Freunden und schaue gerne Serien. Interessieren tun mich besonders technische und naturwissenschaftliche Themen, in denen ich immer Spaß habe mich weiterzubilden.

 

Was studierst Du denn gerade und wo?

Aktuell studiere ich den Masterstudiengang „Material Science and Sustainability Methods“ an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Zuvor habe ich meinen Bachelorabschluss in „Chemie mit Materialwissenschaften“ an der gleichen Hochschule gemacht. Die Studieninhalte im Master sind sehr weit gefächert. Neben den klassischen materialwissenschaftlichen Inhalten wie Schadensanalysen, Betrachtung verschiedener Materialgruppen und Verarbeitungsprozessen dieser Gruppen, liegt der Fokus auch auf Nachhaltigkeitskonzepten und einhergehenden ethischen Frage- und Problemstellungen.

 

Wie bist Du zu WITHOUTme gekommen?

Als ich auf der Suche nach einer Stelle für eine Abschlussarbeit war, bin ich auf eine Ausschreibung von WITHOUTme und dem Fraunhofer IBP aufmerksam geworden. Eigentlich war ich eher auf der Suche nach einer Abschlussarbeit im Bereich der Kunststoffverarbeitung, das Thema der Ausschreibung hat mich durch das innovative Verpackungssystem gecatcht. Hinzu kommt, dass ich kurz vorher eine ähnliche Fragestellung in einer Projektarbeit für eine Firma in der Klebebandindustrie bearbeitet hab und daher wusste, wie spannend das werden kann.

 

Was hat Dich an dem System von Withoutme begeistert?

Am meisten begeistert hat mich der Gedanke hinter Withoutme. Der Gedanke der Kreislaufwirtschaft und damit einhergehenden Ressourcenschonung und Abfallvermeidung ist in der heutigen Zeit sehr bedeutend. Und das Spannende an meiner Abschlussarbeit ist es ja, die Umweltwirkungen zu ermitteln und so den Gedanken hinter Withoutme wissenschaftlich aufzuzeigen.

 

Worüber schreibst Du deine Masterarbeit?

In meiner Masterarbeit erstelle ich eine Ökobilanzierung des Verpackungssystems von Withoutme.

 

Kannst Du uns kurz und knapp erklären was eine Ökobilanz ist und wo sie angewendet wird?

Eine Ökobilanz, auch Life Cycle Assessment (LCA) genannt, ist eine Lebenszyklusanalyse, bei welcher die Umweltwirkungen des betrachtenden Systems in möglichst objektiver Weise berechnet werden. Umweltwirkungen ist ein sehr weitreichendes Wort, da es verschiedene Aspekte der Wirkung in der gibt. Diese Aspekte werden in der LCA in Wirkungskategorien zusammengefasst. Eine Wirkungskategorie ist beispielsweise das Global Warming Potential (GWP), besser bekannt unter dem Carbon-Footprint, welche in CO2-Emissionen quantifiziert wird.

Anwendung findet die LCA beispielsweise in Produktionsketten, um eventuelle Schwachstellen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu identifizieren und so Verbesserungen entlang der Produktionskette vorzunehmen. Aber auch um beispielsweise zwei Produkte mit derselben Funktion hinsichtlich ihrer Umweltwirkungen zu vergleichen.

 

Welche Faktoren sind für eine Ökobilanz wichtig oder auch entscheidend?

Das kommt ganz auf das zu betrachtende System an. Meist wird der Lebenszyklus eines Produkts in die Abschnitte Herstellung, Nutzungsphase und Lebensende eingeteilt. Die Umweltwirkungen jedes Abschnitts sind abhängig von Parametern. Im Falle von Withoutme sind solche Parameter beispielsweise die Transportwege, der Energieverbrauch, die Anzahl an Neubefüllungen der Mehrwegflaschen aus Edelstahl und der stofflichen bzw. energetischen Verwertung am Lebensende.

 

Macht es Spaß über ein innovatives System zu schreiben?

Es macht extrem viel Spaß! Fast täglich komme ich zu neuen Erkenntnissen und die Thematik ist sehr interessant. Auch auf das Ergebnis am Ende bin ich sehr gespannt, inwiefern das Verpackungssystem im Gegensatz zu herkömmlichen Kosmetikverpackungen die Umwelt beeinflusst.

 

Welches Institut unterstützt Dich noch bei deiner Arbeit?

Bei meiner Masterarbeit werde ich vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) unterstützt. In der Abteilung Ganzheitliche Bilanzierung arbeiten sehr viele Ökobilanz-Experten die mich tagtäglich auf einer sehr professionellen Art und Weise betreuen, wofür ich sehr dankbar bin.

 

Noch kurz zum Schluss ein paar oder Fragen:

 Vegan oder Fleisch – Eindeutig Vegan, ich selbst bin Vegetarier

Limo oder Bier – Auch einfach: Limo, von Bier bekomme ich immer Kopfschmerzen ;)

Plastik oder Edelstahl – das ist schwerer, durch meinen materialwissenschaftlichen Hintergrund. Rein von den Wörtern her Edelstahl, weil ich im Studium gelernt habe, dass „Plastik“ das böse, umgangssprachliche Wort für Kunststoff ist. Rein von den Materialklassen her finde ich die Kunststoffe viel interessanter als die Metalle

Natürliche Inhaltstoffe oder spielt keine Rolle – das spielt bei mir tatsächlich keine Rolle. Hauptsache der Kosmetikartikel riecht gut und ich bin schnell mit dem Einkauf fertig.

 

Danke Dir Tim

 

 

 

 

 

 

 

 

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